Kleine Bildergalerie

Zum Abschluss dieses Blogs nach der Rückkehr aus New York sollen noch ein paar Bilder Eindrücke von der NMUN Conference 2011 im Sheraton vermitteln.

Die Kieler Delegation vor dem Gebäude der Vereinten Nationen

Die Kieler Delegation vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York

Die Komitees:

GA1

General Assembly – First Committee: Christian Ertel und Johanna Högner

GA2

General Assembly – Second Committee: Freya Hoffmann und Andreas Bernetzeder

GA3

General Assembly – Third Committee: Katharina Krinizki und Jan-Hauke Alberts

UNEP

United Nation Environmental Programme: Katharina Gauger und Tarik Kiyan

OSCE

Organization for Security and Cooperation in Europe: Katharina Pracht und Oliver Behrens

NPT

Nuclear Non-Proliferation Treaty: Christine Koch und Elif Mustafa

WIPO

World Intellectual Property Organization: Miriam Stratenschulte und Melanie Christiansen

Wir alle wären nicht halb so erfolgreich gewesen, hätten wir nicht die denkbar beste Unterstützung von unseren drei Head Delegates bekommen. Sie haben unermüdlich gearbeitet, organisiert und nie aufgegeben:

Miriam Stratenschulte, Peter Fell und Kristin Hamann. Vielen Dank!!!

Head Delegates

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NEW YORK – It’s conference time!

Samstag, 16. April 2011 – Anreise

Nach einem letzten Treffen am vorangegangenen Dienstagabend, bei dem die noch offenen Fragen geklärt und die Flug-, bzw. die anschließenden Fahrgemeinschaften von den Flughäfen in die New Yorker Innenstadt gebildet wurden, kommen alle – man mag es kaum glauben – mehr oder weniger pünktlich und lebendig, aber munter im Verlauf des Samstages am stürmischen Zielort an. Die Ersten lernen die amerikanische Metropole bereits zur Mittagszeit kennen; Andere bei strömendem Regen erst weit nach Mitternacht und in tiefer Dunkelheit, aber keineswegs schlafend.

Sonntag, 17. April 2011 – Konferenzauftakt

Soweit es die Aufregung zulässt, können wir ein bisschen ausschlafen und den Jetlag von -6 Stunden ausgleichen, bevor es zu einer Frühstücks- und ersten Entdeckungsrunde raus in die Straßen der Stadt geht. Gestärkt, aber auch zuversichtlich nehmen wir um 13 Uhr am letzten Vorbereitungsworkshop teil, der noch einmal kurz vor Beginn der Konferenz die Rules of Procedure thematisiert. Nach der Mittagspause beschleicht uns die Befürchtung, die Eröffnungsfeier vor der Türe miterleben zu müssen, falls wir uns nicht rechtzeitig anstellen, um in den großen Ballroom zu gelangen. Für diese „höchste“ Stufe der Model National United Nations-Konferenz wurde zur Eröffnungsfeier der norwegische Vertreter des UN-Generalsekretariats eingeladen und versetzt uns in die Stimmung der Vereinten Nationen: Für die Sache kämpfen, mit der Hoffnung des Idealisten, der nie aufgibt!

Schließlich, gegen kurz vor 19 Uhr erklärt Ronny Heintze, der NMUN Generalsekretär die National Model United Nation Conference New York 2011 für eröffnet – das Spiel kann beginnen!

Der Abend endet mit einer ersten Session in jedem Komitee, in der es hauptsächlich um das so genannte agenda-setting geht, also die Reihenfolge, in der die Themen behandelt werden. Bereits hier zeigt sich: die Sitzungen werden sich abwechslungsreich gestalten, da informelle Diskussionsphasen immer wieder die formale Debatte unterbrechen. Müde und mit den ersten gewonnenen Eindrücken sinken wir kurz nach Mitternacht in unsere schmalen Betten.

Montag, 18. April 2011 – Durchstarten!

Als erstes steht heute unser Besuch in der Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen an. Zu Fuß geht es in Richtung East River und United Nations Headquarters, wo wir in der 22. Etage des Deutschen Hauses, mit Blick auf die libysche Vertretung, auf der dieser Tage die Fahne der Revolution weht, den Ausführungen des deutschen Pressesprechers folgen, der uns das diplomatische Vorgehen in Zeiten der Umwälzungen und des deutschen Sitzes im Weltsicherheitsrat erläutert. Der obligatorische Fototermin im Anschluss vor dem Gebäude der Vereinten Nationen darf selbstverständlich nicht fehlen. Die Sonne scheint und wir sind bester Laune!

Mit diesen Erlebnissen geht es am Nachmittag in die ersten inhaltlichen Verhandlungen der Komitees. Die Themen stehen fest, wobei in den großen Ausschüssen der Generalversammlung – GA 1, GA 2, und GA 3 – somit vermutlich auch das einzige Thema definiert ist. Langsam bilden sich Meinungen heraus, Gruppen und Blöcke formieren sich, das erste Abtasten und die Positionsfindung beginnen. Am Ende von 6 Stunden Sitzungszeit sind grobe Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit abgesteckt und die kommenden Tage werden zeigen, welchen Erfolg diese bringen werden.

United Nations Headquarters

Dienstag, 19. April 2011 – Motiviert bleiben!

Die zweite Hälfte der Konferenz steht nun ganz im Zeichen der Kernerarbeit: Working Paper müssen gesponsored, also aktiv mitgeschrieben werden; bei anderen Entwürfen stellt sich die Frage der Unterzeichnung ja oder nein; mit wem kann Serbien gut zusammenarbeiten und bei welchen potentiellen Partners sollte man vorsichtiger agieren. Wir lernen sie Wege der Diplomatie kennen – und ebenso die Kunst, sie für sich zu nutzen. Die beiden Komiteepartnerinnen der Review-Conference des Nuclear Non-Proliferation Treaty müssen sich, nach anfänglich vielversprechenden Kontakten zu den ständigen Sicherheitsratsmitgliedern USA, Frankreich, Russland, China und Großbritannien, mit einem leichten Dämpfer auseinandersetzen – Serbien spielt eben keine so wichtige Rolle in der weltweiten Diskussion, um als Partner eingebunden zu werden. Die Komiteemitglieder der Generalversammlung schlagen sich wacker und versuchen am Ball zu bleiben. Die World Intellectual Property Organisation beißt sich an den Patenten für HIV/AIDS-Medikamenten fest, und im UN Environmental Program und der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung ist die Debatte bereits beim zweiten Thema angelangt.

Ein langer Tag endet mit einer weiteren Runde des Austausches am späten Abend im Zimmer der Head Delegates.

Mittwoch, 20. April 2011 – Auf zum Endspurt!

Da die Nächte immer kürzer werden, und die Sessions tatsächlich auch immer früher beginnen, gilt es ein kleines Motivationstief zu überwinden und noch einmal die Zähne zusammen zu beißen. Die Hektik nimmt merklich zu – die letzten Verbesserungen der Working Paper müssen vorgenommen werden, damit bis zur Mittagspause die Draft Resolutionen (Entwürfe) vorliegen. Ist dieser Schritt getan, geht es noch um die letzten Änderungen, so genannte Amendments, bei denen einzelne Länder spezifische Sätze einer Resolution zwecks Änderung zur Abstimmung stellen. Nach der Mittagspause und einigen weiteren kurzen Unterbrechungen zur informellen Debatte gehen alle Komitees zur Abstimmung über. Zahlreiche Resolutionsentwürfe werden mehrheitlich verabschiedet und sind somit offizielle NMUN 2011 Resolutionen, die der UN-Vollversammlung bei ihrer Tagung im kommenden Herbst vorgelegt werden. Trotz leichten Überziehens kommen aber schließlich alle Komitees nach einer arbeitsreiche Woche zu vorzeigbaren Ergebnissen. Die Anspannung verfliegt, denn nun stellt sich nur noch die Frage des Erfolges unserer Delegation. Ein paar Stunden durchatmen tun ebenso gut, wie die Vorfreude auf den Abschlusstag im Hauptsitz der Vereinten Nationen.

Donnerstag, 21. April 2011 – das Finale!

Der Besuch der General Assembly Plenary erfordert noch ein letztes Mal frühes Aufstehen und Herrichten gemäß dem Dress Code Western Business Style, bevor es mit dem Taxi in Richtung East River geht. Dort erhalten wir – in diesem Fall 6 Delegationsmitglieder, die auf den Plätzen Serbiens sitzen dürfen – Einlass und gelangen, mit einem Zwischenstopp im UN-Shop, in die Main Hall, die Generalversammlung der UN. Dieser geschichtsträchtige Ort, in dem es in der über 60-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen so manchen Eklat gab, ruft für einen Moment Gänsehaut auf dem Rücken hervor. Als Höhepunkt nach einigen anstrengenden Tagen hier sitzen zu dürfen, um die wichtigsten Resolutionen zu verabschieden und die Reporte der anderen Komitees zu verfolgen, ist eine große Entschädigung für Schlafmangel und alle Anstrengungen, die augenblicklich vergessen sind. Im Anschluss kommen auch die anderen Delegates und Delegationen in die Halle, so dass die Closing-Ceremony gegen 13 Uhr beginnen kann. Der Schlusspunkt ist erreicht, als die Awards – leider ohne serbische Beteiligung – verteilt sind, und ein letztes Mal die „motion to adjourne the meeting“ gestellt und mit großer Mehrheit angenommen wird. Offiziell geht es nächstes Jahr weiter, aber wir werden vor allem die Vollversammlung im kommenden Herbst verfolgen, auf der die gleichen Themen debattiert werden und die Ergebnisse unserer Arbeit eventuell einfließen werden.

Main Hall - UN-Vollversammlung    Abstimmungstafel

P.S.: An dieser Stelle, da die Konferenz vorbei ist und wir alle wieder gut in Kiel gelandet sind, möchten wir uns bei unseren Unterstützern und Lesern ganz herzlich bedanken! Ohne Sie wäre uns die Teilnahme an der NMUN 2011 in New York nicht möglich gewesen! Wir hoffen, dass Ihnen die Berichterstattung in diesem Blog gefallen hat und freuen uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit im kommenden Jahr!!!

Weitere Fotos von der Konferenz werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.

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Europäischen Akademie Berlin – 23. bis 26. März 2011

Die "serbische" Delegation vor dem Reichstag

Der für Studenten ziemlich frühen Uhrzeit zum Trotz machen sich am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr 12 mehr oder weniger muntere Studenten von Kiel auf nach Berlin. Dort erwartet uns die nächste Runde der Vorbereitungen – wieder ein „Schritt auf dem Weg nach New York“ – in der Europäischen Akademie. In Hamburg stoßen zwei weitere Teilnehmer dazu, während ein Head Delegate bereits in Berlin auf uns wartet und der 16. Teilnehmer mit ein wenig Verspätung auch dort eintreffen wird.

Nach dem check-in und einer kurzen Pause, in der wir in unsere Rollen (und die dazugehörige Kleidung) schlüpfen, eröffnet eine kleine Vorstellungsrunde mit der Seminarleiterin, Frau Dr. Andrea Despot, das Programm für die kommenden Tage. Es ist gespickt mit informativen Höhepunkten: Neben einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der südost-europäischen Parlamentariergruppe, Peter Weiss, stehen eine Begegnung mit dem serbischen Botschafter in Deutschland sowie ein Besuch im Auswärtigen Amt an, wo uns am Donnerstag eine sachkundige Mitarbeiterin weiteren Input und Antworten auf unsere zahlreichen Fragen geben wird. Zwischendrin werden Workshop-Sessions der genaueren Vorbereitung unserer Simulation und der darin zu vertretenden serbischen Ansichten dienen.

Nach der Einführung machen wir uns auf den Weg in die Stadt, genauer gesagt zum Reichstag und dem Paul-Löbe-Haus. Dort empfängt uns Peter Weiss, seines Zeichens Abgeordneter der CDU im Bundestag für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr. In einem Besprechungsraum gibt er uns Antworten auf unsere Fragen zum Vertreterland Serbien, vor allem aus seiner persönlichen Sicht, die aber sehr hilfreiche Eindrücke vermitteln. So schärft sich unser Gefühl für die serbischen Positionen immer mehr, vor allem in der Einschätzung zur Rolle der Europäischen Union.

Im Anschluss an das Gespräch kommen wir noch in den Genuss einer persönlichen Führung durch das Abgeordnetenhaus und das neben liegende Reichstagsgebäude. Die Einblicke des Büroleiters des Abgeordneten Peter Weiss lassen einmal andere Perspektiven zu, als die, die man als Tourist mit nach Hause nimmt. Nach einer abschließenden Besichtigung der Reichtagskuppel – im Licht der über Berlin untergehenden Sonne liegend– mit Blick auf die Geschehnisse im Plenarsaal, neigt sich ein ereignis- und – auf Grund der zahlreichen Blasen an den Füßen – schmerzreicher Tag zu Ende.

Donnerstag

Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und gut gelaunte „Kollegen“ sorgen für einen erfrischenden Start in den zweiten Tag. Heute stehen einige Programmpunkte an, die uns weitere Informationen liefern und ergänzend dazu Gelegenheit zum Training bieten werden. Höhepunkt ist unser Termin im Auswärtigen Amt in Berlin Mitte. Die zuständige Mitarbeiterin des Referats Südost-Europa steht uns für die Beantwortung der noch offenen Fragen zur Verfügung.

Im Anschluss daran bleibt noch ein wenig Zeit zum Genuss Berlin’s, bevor wir für eine letzte Workshop-Session gegen 17 Uhr in der Akademie zurück erwartet werden. … Der Abend klingt ruhig aus.

Freitag

Die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen – es steht unser Termin beim Serbischen Botschafter in Berlin an, dessen Residenz in der Nachbarschaft des Grunewalds liegt. Der herzliche Empfang und die offene Atmosphäre verdeutlichen uns ein weiteres Mal, welche Aufmerksamkeit unserem Projekt entgegengebracht wird. Und auf unserer Seite ergab sich eine weitere Gelegenheit, einen Einblick in die „wirkliche“ serbische Diplomatie zu erhaschen.

Der heutige Nachmittag steht dann noch einmal voll im Zeichen der inhaltlichen Vorbereitung – wir setzen uns mit den Rules of Procedure auseinander und üben das strategische Vorgehen im Rahmen der formalen Debatte in den Komitees. Zum Ende des Tagesprogramms hin ist dann ein weiterer Experte geladen: Djordje Tomic referiert uns seine persönliche Sicht als serbischer Bürger und politischer Wissenschaftler auf sein Heimatland und dessen Gesellschaft. Wir verstehen, vermutlich deutlicher als je zuvor, welche Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit das serbische Volk spürt – und wie wir diese Position im Hintergrund als Wissen nutzen müssen, um uns selber in die Argumentationslage zu versetzen.

Zum – leicht vorgezogenen – Abschluss des Seminars wollen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Berlin am Freitagabend ein bisschen unsicher zu machen.

Samstag

Die kurze Nacht hat überschaubare Spuren hinterlassen und wir sind auch wieder alle vollzählig beim Frühstück erschienen. Dort warten, neben dem Büffet, auch schon die Teilnehmer der „türkischen Delegation“, die von der Freien Universität Berlin entsandt werden. Anregende Gespräche und der Erfahrungsaustausch sind nochmals eine willkommene Abwechslung und zeigen doch auch, wie unterschiedlich die Vorbereitungen verlaufen können. Während wir uns zumeist geblockt getroffen und, insbesondere durch das Seminar an der Europäischen Akademie, viele verschiedene Stimmen von außen gehört haben, bereiten sich die Berliner Teilnehmer eher regelmäßig und im Selbststudium vor. Wessen Strategie am Ende die klügere gewesen sein wird, zeigt sich in New York.

Nach einer kurzen Reflexion mit einem sehr positiven Fazit aller Seiten, trennen sich die Wege unserer Gruppe für’s erste. Die meisten kehren nach Kiel zurück, andere schauen sich noch ein bisschen in Berlin um. Aber den letzten Schritt vor der Abreise werden wir an unserer Heimatuni noch gemeinsam unternehmen, wenn wir uns in wenigen Tagen wieder sehen. Bis dahin zehren wir von einer schönen Reise nach Berlin und wertvollen Erfahrungen.

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4. Vorbereitungswochenende – 26.02.2011 – Rules of Procedures

Die letzte Runde der Vorbereitungen in Kiel hat uns zu Beginn der Semesterferien in Anspruch genommen. Nachdem fast alle Klausuren geschrieben waren und die Arbeit an den Positionspapieren kurz vor ihrem Abschluss stand, trafen wir uns ein letztes Mal im International Center der Universität Kiel und setzten uns einen intensiven Tag lang mit den sogenannten Rules of Procedure auseinander. Sie sind die, in jedem Komitee einzeln festgelegten Verhaltensregeln, die strengstens befolgt werden müssen, wenn wir in New York über die Themen der Agenda diskutieren. Neben der groben Unterteilung in formale und informelle Verhandlungen, von denen erstere in der „großen Runde“ eines jeden Ausschusses und letztere in kleinen Gruppen von kooperierenden Staaten durchgeführt werden, gab’s noch eine Vielzahl weiterer Regelungen, die geschickt und im richtigen Moment eingesetzt werden wollen.

Positionspapier-Besprechung

Da die Theorie alleine uns nicht weiterhelfen würde, hatten die drei Head Delegates für Abwechslung gesorgt – und ließen uns eine Simulation durchführen. Diese beschäftigte sich mit den Flüchtlingsströme, die auf Grund der aktuellen Situation im Norden Afrikas in Europa erwartet werden. Jedem war ein Land zugelost worden, über dessen Rolle er sich in der Problematik hatte informieren müssen: Da gab es den knüppelharten Vertreter Libyens, der nur zu Eingeständnissen bereit war, falls ausreichend große Summen Geld fließen würden oder auch die, sehr aufmerksame Repräsentantin Marokkos, die keine noch so kleine „motion“ uneingeworfen ließ. Mit diesen ergänzenden Anträgen zur Verfahrensweise während der formellen Debatte lassen sich Zeichen setzen und schon einmal vor Beginn der inhaltlichen Verhandlungen Aufmerksamkeit erregen.

NPT-Komitee

Der Tag endete am Nachmittag nach mehreren sehr informativen Stunden. Eine Fortsetzung findet die Vorbereitung jedoch schon bald: Am Mittwoch, den 23. März werden wir gemeinsam nach Berlin reisen. Dort verbringen wir 3 weitere Tage der Vorbereitung in der Europäischen Akademie. Auf dem Plan stehen Besuche im Bundestag und der serbischen Botschaft, Diskussionen rund um Serbien’s globale Perspektive, seine Außen- und Innenpolitik, sowie Workshops, bei denen wir nochmals die Gelegenheit nutzen werden, die Tricks und Kniffe zu üben, mit denen wir in New York einen bleibenden Eindruck hinterlassen wollen. Wir sind gespannt!

Drittes Komitee

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3. Vorbereitungswochenende – 22./23.01.2011 – Die Komitees

Knapp zwei Wochen später – und in noch stressigeren Zeiten kurz vor den ersten Klausuren – trafen wir uns abermals im International Center der Universität. Dieses Mal setzten wir uns mit unseren Komitees auseinander. Wenige Tage vorher hatten sich die Zweierpärchen ergeben, die jeweils in den sieben Ausschüssen Serbiens Positionen vertreten würden. Da die Themen größtenteils einige Einarbeitungszeit erforderten, stand uns der ganze Samstag dafür zur Verfügung. Wir mussten auf die Schnelle die Inhalte verstehen, die in New York debattiert werden, und im besten Fall versuchen, die Ansichten „unseres Landes“ dazu kennen zu lernen. Zu den Themen gab es glücklicherweise ausführliches Hintergrundmaterial, das von den Organisatoren der Konferenz erstellt wurde und bereits viele Informationen zu Resolutionen und weiterer Literatur enthielt. Die Ansichten Serbiens ließen sich da schon schwerer ausmachen: die Internetpräsenz des Serbischen UN-Botschafters veröffentlicht einige Statements; die UN führen genau Buch über das Abstimmungsverhalten der Mitgliedsstaaten; und Zeitungen und andere journalistische Quellen sind auch gefragt.

Nach einem anstrengenden ersten Tag trafen wir uns am Sonntagmorgen um 10 Uhr erneut – dieses Mal um die Ergebnisse zu präsentieren. Jedes Komitee-Team stellte seine Agenda vor. Und dann wurde lebhaft diskutiert – besonders auf Englisch eine gute Übung!!!

Bei der abschließenden Reflexion waren wir uns einig, dass dieses Wochenende zwar sehr anstrengend, aber ebenso informativ gewesen war. Und wir dem Ziel wieder ein kleines bisschen näher gekommen sind!

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2. Vorbereitungsseminar – 08./09.01.2011 – Serbien

Das neue Jahr war erst wenige Tage alt, und die Uni noch nicht aus den Weihnachtsferien wiedererwacht, da trafen sich die Studenten der serbischen Delegation schon für ihr zweites Vorbereitungswochenende. Am 8. und 9. Januar stand Serbien ganz im Mittelpunkt der Präsentationen. Über die Feiertage hatte jeder ein Thema zum Vorbereiten mit nach Hause genommen, das jetzt den Anderen, wiederum auf Englisch, vorgetragen wurde.

Angefangen bei geschichtlichen Hintergründen, die sich in diesem Teil Europas alles andere als unspektakulär gestalteten, und der ethnischen Herkunft der Serben, führten die Reden zur neueren Geschichte und zu aktuellen Konflikten wie der Kosovofrage und dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, Den Haag. Die Serben versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass das Kosovo mehr als 10 Jahre nach dem Krieg ein unabhängiger Staat wird, an ihrer Seite gelegen. Uns fällt diese Perspektive sichtlich schwer. Aus unserer persönlichen Sicht haben die Menschen dort das Recht, ihr Schicksal selber zu bestimmen. Aber in New York werden wir die serbische Meinung vertreten müssen. Die Wurzeln dieses ethnischen Konfliktes haben sich tiefer in die serbische Seele gegraben, als wir es uns nicht vorstellen können.

Andere Themenfelder vermitteln uns das Bild eines aufstrebenden Staates, der Demokratie lebt, wirtschaftlich zum Rest Europas aufschließen will und dennoch Problembereiche aufweist, die in einem Land, das bis Mitte des Jahrzehnts Mitglied der Europäischen Union werden möchte, nicht existieren dürften. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung der serbischen Positionen in den Komitees werden uns diese Widersprüche noch oft begegnen und eine Herausforderung für unsere persönlichen Überzeugungen darstellen. Trotzdem: wir werden unser Bestes geben!

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Die serbische Delegation!

1. Reihe (v.l.n.r.): Tarik, Melanie, Elif, Katharina G., und Andreas

2. Reihe (v.l.n.r.): Kristin, Miriam, Katharina K., Christian, Jan-Hauke, Freya, Christine, Johanna, Oliver, und Peter (Katharina P. fehlte leider)

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